Heute zählt der Schützenverein 125 Mitglieder. Die aktiven Schützen nehmen mit 2 Luftgewehrmannschaften und einer Luftpistolenmannschaft an Preis und Meisterschaftsschießen auf Kreis und Bezirksebene Teil. Ebenso nehmen die Bogenschützen, Jugend und Erwachsene, auf Kreis und Bezirksmeisterschafen Teil. Durch seine Mitwirkung an Festen und Veranstaltungen nimmt der Schützenverein im Leben der Gemeinde Westerstetten einen festen Platz ein. Das Interesse am Vereinsleben zeigt sich im regen Besuch der vereinsinternen Veranstaltungen, der Teilnahme an der Vereinsmeisterschaft und dem Könisschießen. In der Führung des Vereins wird die Vorstandsschaft von einem 8 - köpfigen Ausschuß unterstützt.

Vorstand mit Ausschuß

  • OSM Randolph Jaudas
  • Kassierer und SM: Harald Glöggler
  • Schriftführer/Webmaster: Stefan Schmöller
  • Schießleiter: Michael Wagner
  • Jugendleiterin: Sevi Zimmermann
  • Beisitzende: Tom Reimringer, Michael Jäckl, Franz X. Gorbach

Im Jahre 1911 wurde von Mitgliedern des Veteranen- und Kriegervereines erstmals eine Zimmerstutzengesellschaft gegründent. Dieser Verein hatte allerdings durch den kurze Zeit später ausgebrochenen 1. Weltkrieg und die Notjahre danach nur kurzen Bestand.


Ab dem Jahre 1921 wurde im Bereich der Ulmer Alb die Bildung von Schützenvereinen durch den Verband "Schwabenbanner Ulm" gefördert und im März 1926 kam es auch in Westerstetten zur Gründung eines Schützenvereines. Erster Vorstand wurde der damalige Hirschwirt Franz Deißler, das Amt des Schriftführers übernahm Oberlehrer Eugen Kummer. Schon im gleichen Jahr wurde eine 175 m lange Schießbahn gebaut, die im Mai 1926 mit einem großen Schießwettbewerb eröffnet wurde. Von 1930 bis 1931 wurde ein eigenes Schützenhaus errichtet, welches im Juni 1931 unter Teilnahme der gesamten Bevölkerung des Dorfes und Abordnungen von Schützenvereinen aus der ganzen Umgebung feierlich eingeweit wurde.

Bereits am 13.01.1935 wurde der Verein im Rahmen der Gleichschaltung aufgelöst und in die SA eingegliedert. Erst am 04.07.1953 wurde der Schützenverein wieder neu gegründet. Von 26 Gründungsmitgliedern wurde Alfred Ruess zum 1. Vorsitzenden, Franz Schädler zum Schriftführer und Fritz Kalkbrenner zum Schießwart gewählt. Für das Amt des Kassiers stellte sich Walter Peter zur Verfügung. 1957 bis 1958 erfolgte der Ausbau des KK - Schießstandes und am 26./27.07.1958 konnte das umgebaute Schützenhaus mit einem großen Preisschießen eingweiht werden. Im Jahre 1964 wurde eine Luftgewehrhalle errichtet und 1981 das Schützenhaus erweitert.

Heute zählt der Schützenverein rund 100 Mitglieder. Die aktiven Schützen nehmen mit 3 Luftgewehrmannschaften und einer Luftpistolenmannschaft an Preis und Meisterschaftsschießen auf Kreis und Bezirksebene Teil. Durch seine Mitwirkung an Festen und Veranstaltungen nimmt der Schützenverein im Leben der Gemeinde Westerstetten einen festen Platz ein. Das Interesse am Vereinsleben zeigt sich im regen Besuch der vereinsinternen Veranstaltungen, der Teilnahme an der Vereinsmeisterschaft und dem Könisschießen. In der Führung des Vereins wird die Vorstandsschaft von einem 7 - köpfigen Ausschuß unterstützt.

Quelle: Chronik 1855 bis 1995 Oberschwäbisches Schützenwesen

 

Ergänzung:


Im Beitrag zum ersten Teil der Chronik war 1995 die Notwendigkeit einer Schützenhauserweiterung angesprochen worden. Die Planung und das Genehmigungsverfahren zu diesem Vorhaben bestimmte in den folgenden Jahren das Vereinsleben. Mitte 1998 war es dann soweit, es konnte mit dem Rohbau begonnen werden. Ab August wurden Teile des alten Schützenhauses abgebrochen und eine Fertigbetondecke als Boden für die Schießhalle im Obergeschoß angeliefert. In den folgenden Wochen wurden die Wände des Obergeschosses und die Dachkonstruktion montiert. Im Oktober konnte das Dach fertiggestellt und isoliert werden. Unter tatkräftiger Mithilfe sehr vieler Vereinsmitglieder und Freunde des Schützenvereins wurde über den Winter und im Frühjahr 1999 der Innenausbau fortgeführt und ab Mitte 1999 konnten sich die Vereinsmitglieder wieder regelmäßig im Schützenhaus treffen.
Am 24. Oktober 1999 wurde für die Einwohner von Westerstetten ein Tag der offenen Tür zur Besichtigung des neuen Schützenhauses veranstaltet und danach der Schießbetrieb einschließlich des Gemeinde-Pokal-, Preis und Königsschießen wieder aufgenommen. Am 10.Februar 2000 fand als erste offizielle Veranstaltung der Kreisschützentag des Schützenkreises Ulm im neuen Schützenhaus in Westerstetten statt.
Nach einem Pokalschießen wurde am 20.Mai 2000 die feierliche Einweihung in Anwesenheit vieler Gäste aus der Gemeinde und dem Schützenkreis mit einem Festabend gefeiert.
Neben der Gestaltung der Außenanlage, der Verlegung des Gas- und Abwasser- anschlusses und der Parkplatzerweiterung waren die nächsten Jahre vor allem durch die Normalisierung des Vereinslebens gekennzeichnet. So wurde der Sommerbiathlon-Wettbewerb wieder durchgeführt und im Jahr 2003 fand der Kreis-Schützenball zum zweiten Mal nach 1994 in Westerstetten statt.
Augenblicklich wird im Verein die Diskussion über die zukünftige Ausrichtung des Sportschießens geführt. Die bisherige KK-Anlage ist nicht mehr benutzbar, ein Neubau wäre recht kostspielig, allerdings ist auch die Nachfrage relativ gering. Mehr Interesse findet das Bogenschießen, besonders, da es hierbei noch nicht so viele Auflagen gibt und auch Kinder unter 12 Jahren den Bogensport ausüben können. Eine weitere Disziplin ist das Pistolenschießen, bei einer Umfrage unter den Vereinsmitgliedern fanden sich hierfür recht viele Interessenten.
Die Beantwortung dieser Fragen wird die Tätigkeit der Vereinsführung in den nächsten Jahren mitbestimmen und man kann gespannt sein, welche Lösungen bis zum 100 jährigen Bestehen des Vereins im Jahr 2011 gefunden werden.